H2 blue Kit der zuverlässige Test für Wasserstoff-Wasser
Karl Heinz Asenbaum · Kanal Wasserfakten · 5:57 · 09.10.2017
Wie viel molekularer Wasserstoff (H2) tatsächlich in einem Wasser gelöst ist, lässt sich nicht am Etikett ablesen – und auch nicht zuverlässig am Redoxpotenzial. Karl Heinz Asenbaum erklärt, warum man den Wasserstoffgehalt selbst messen sollte und wie der Tropfentest H2 Blue dabei funktioniert.
Das Wichtigste in Kürze
- Gelöster molekularer Wasserstoff wird in ppm (parts per million) angegeben: 1 ppm entspricht 1 mg Wasserstoff pro Liter Wasser.
- In der internationalen Forschung gelten rund 0,5 mg/l (0,5 ppm) als Mindestmaß für eine sinnvolle Anreicherung; darunter spricht man nicht von wasserstoffreichem Wasser (HRW).
- Das praktikabelste Messverfahren ist ein Reagenz-Tropfentest wie H2 Blue: Methylenblau mit Platin-Kolloid als Katalysator. Gelöster Wasserstoff wirkt reduzierend – das Methylenblau entfärbt sich von blau zu durchsichtig.
- In einem 6-ml-Becher entspricht jeder entfärbte Tropfen ca. 0,1 ppm. Werden mindestens fünf Tropfen entfärbt, liegt der Gehalt bei ≥ 0,5 ppm.
- Typische Geräte-Bereiche laut Asenbaum: Wasserstoff-Generatoren im Durchfluss ca. 0,5–1,5 ppm, Wasserionisierer 0,3–2,5 ppm (je nach Bauart und Zustand), Wasserstoff-Booster brauchen pro 0,1 ppm/Liter rund 3–10 Minuten.
- Wasserionisierer heben zusätzlich den pH-Wert an; Wasserstoff-Generatoren und -Booster lassen den ursprünglichen pH-Wert unverändert.
Warum Eigenmessung statt Hersteller-Versprechen
Asenbaum weist darauf hin, dass in Verkaufsvideos oft unrealistisch hohe Wasserstoffwerte gezeigt werden – etwa durch verdünnte oder überalterte Reagenzien, zu große Messbecher oder durch Geräte, die in Wahrheit gar keinen Wasserstoff messen, sondern nur das Redoxpotenzial in einen ppm-Wert umrechnen. Eine solche Umrechnung funktioniert allenfalls bei chemisch reinem Laborwasser, nicht bei normalem Trinkwasser. Im Aquacentrum werden daher alle angebotenen Geräte selbst mit H2 Blue getestet; die Tropfen werden direkt vom Hersteller (H2 Sciences, USA) bezogen und ihre Funktion laufend durch Kontrollmessungen überprüft.
„Wenn Sie irgendwo ein Gerät finden, das wir nicht im Sortiment führen, das aber bessere Wasserstoffwerte haben soll – dann fragen Sie uns vor dem Kauf nach den Testwerten."
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