Entkalkung Wasserionisierer
Karl Heinz Asenbaum · Kanal Quantomed · 8:41 · 21.01.2015
Wie jedes elektrische Wasseraufbereitungsgerät verkalkt auch ein Wasserionisierer mit der Zeit. Karl Heinz Asenbaum erklärt, welche Kalkverbindungen dabei entstehen, warum Zitronensäure das schonendste Entkalkungsmittel ist und führt Schritt für Schritt durch die Entkalkung mit der Entkalkungspumpe.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Erhitzung oder Elektrolyse kippt das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht; im Ionisierer entstehen Calciumcarbonat (Kesselstein) und Calciumhydroxid (Mörtel), die beseitigt werden müssen.
- Zitronensäure ist stark genug für diese Verbindungen und zugleich schonend; scharfe Säuren wie Essigessenz oder Amidosulfonsäure könnten das Geräteinnere angreifen.
- Betroffen sind vor allem die empfindlichen Diaphragma-Membranen und der basische Auslauf – weniger die durch Strom-Umpolung geschützten Elektroden.
- Entkalkungsintervall nach Wasserhärte: weiches Wasser alle 6 Monate (zum Filterwechsel), mittelhart alle 3 Monate, hart alle 6 Wochen, extrem hart alle 3 Wochen.
- Praxis: drei Esslöffel Zitronensäure in ¼ Liter Wasser aufkochen, mit 3 Litern kaltem Wasser zur handwarmen Lösung mischen, Pumpe anschließen, vor dem Start den Netzstecker des Ionisierers ziehen, 1–3 Stunden zirkulieren lassen.
- Nach dem Entkalken Pumpe mit klarem Wasser spülen, Wasser auf saurer/neutraler Stufe durchlaufen lassen und das Ergebnis mit Indikator-Tropfen prüfen.
Kapitel
- 00:00 – Warum auch ein Wasserionisierer verkalkt: Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht und entstehende Kalkverbindungen
- 00:46 – Welche Säure? Warum Zitronensäure statt scharfer Säuren wie Essigessenz
- 01:28 – Wo sich der Kalk ansammelt: Diaphragma-Membranen und Auslauf
- 01:55 – Entkalkungsintervalle nach Wasserhärte
- 02:35 – Anrühren der Entkalkerlösung mit Zitronensäure
- 03:07 – Pumpe und Schläuche anschließen, Aufstellhöhe, Vorfilter
- 04:36 – Entkalkungsvorgang starten (1–3 Stunden)
- 04:45 – Spülen, Nachlaufen lassen, fertig
- 05:40 – Schlusswort: Calcium im Wasser und Indikator-Test nach dem Entkalken
„Warum nehmen wir eine möglichst schwache Säure? Weil starke Säuren wie Essigessenz oder Amidosulfonsäure auch das Innere des Wasserionisierers angreifen könnten."
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